Deining

ehemalige Gemeinde mit den Ortsteilen Hornstein, Aumühle, Schönberg und
Dürnstein, 762 erstmals erwähnt, 1.154 ha, 1.079 Einwohner. Deining zählt
zu den ältesten Pfarreien des Landkreises Bad Tölz – Wolfratshausen. Die
Geschichte ist eng mit dem Kloster Schäftlarn verknüpft. Um 1430 wurde die
Kirche St. Nikolaus errichtet. Als Besitzer von Schloss und Hofmark Hornstein
sind die Geschlechter der Hornsteiner, der Thorer von Hornstein und Eurasburg
und der Seyboldstorfer nachgewiesen.

Egling

ehemalige Gemeinde, jetzt Sitz der Verwaltung, mit dem
Ortsteil Dettenhausen. 823 ha, 1.429 Einwohner, urkundlich im Jahre 804
erwähnt. Auf eine frühere Besiedelung weisen Funde aus bajuwarischen Reihengräbern
hin. Vielfältige Beziehungen zum Kloster Tegernsee. Die heutige St. Martins-Kirche
stammt aus dem 17. Jahrhundert. Die Wallfahrtskirche St. Sebald, größte
Kapelle in Bayern, soll an das Wirken des Hl. Sebald erinnern.

Endlhausen

ehemalige Gemeinde mit den Ortsteilen Attenham, Eulenschwang,
Sonnenham, Geilertshausen und Neukolbing, wurde im Jahre 994 erstmals
erwähnt, 1.177 ha, 653 Einwohner. Eine keltische Viereckschanze kundet
von einer früheren Besiedlung. Die Kirche St. Valentin hat eine barocke
Innenausstattung von Johann Michael Fischer. 1164 wird ein Edler von Attenham
erwähnt.

Ergertshausen

ehemalige Gemeinde mit den Ortsteilen Puppling, Sachsenhausen
und Riedhof, 1.193 ha, 488 Einwohner, urkundlich erstmals 820 erwähnt.
Die Maria-Himmelfahrts-Kirche mit ihrem spätgotischen Sattelturm besitzt
wertvolle Schnitzfiguren. Puppling hat mit dem Naturschutzgebiet "Pupplinger
Au" eine der schönsten Gegenden im Bayernland.

Moosham

ehemalige Gemeinde mit den Ortsteilen Schalkofen, Feldkirchen, Harmating,
Reichertshausen, Siegertshofen, Thal, Weihermühle, Sägmühle und Golkofen,
1.159 ha, 674 Einwohner, Die Ortschaften, Weiler und Einzelgehöfte Mooshams
sind im hügeligen Gelände weit verstreut. In Feldkirchen steht die gotische
Kirche St. Georg. Seit 1140 ist die Burg "Hadmaringen" (Harmating) beurkundet.
Siegertshofen besitzt eine gotische Kirche St. Elisabeth.

Neufahrn

ehemalige Gemeinde mit dem Ortsteil Veiglberg, 1140 erstmals
erwähnt. 744 ha, 548 Einwohner. Im Süden des Ortes befinden sich Reste
einer mächtigen Keltenschanze. Die Kirche Johann Baptist wurde um 1450
erbaut. Besonders sehenswert sind ihre spätgotischen Fresken und ein Altar
aus dem 16. Jahrhundert. Neufahrn nahm am Wettbewerb "Unser Dorf soll
schöner werden" auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene mit großem Erfolg
teil.

Thanning

ehemalige Gemeinde mit den Ortsteilen Öhnböck, Aufhofen,
Bullreuth und Wörschhausen, 769 erstmals erwähnt, 1.181 ha, 908 Einwohner.
Funde aus prähistorischer Zeit weisen auf eine frühe Besiedlung hin. 1075
wird Thanning als Grafensitz bestätigt. Die Pfarrkirche St. Peter und
Paul wurde nach dem Brand im Jahr 1774 neu errichtet. Auch Thanning nahm
am Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" auf Bezirks-, Landes- und
Bundesebene mit großem Erfolg teil.