Gemeindegeschichte

Glasschmelzfunde in einer Vierecksschanze am südlichen Rand des Ortsteils Dettenhausen weisen als Zeugen einer frühen Siedlungsgeschichte auf keltische Ursprünge hin.
Funde aus Reihengräbern im Ort selbst bezeugen in der Folgezeit eine Besiedlung durch die Bajuvaren.

Im Jahre 804 wird Egling erstmals urkundlich erwähnt. Die Sippe der Egil mit seinem Oberhaupt Agilo prägte den Ortsnamen Agiloinger, später Egilinga. Der Name des Ortsteils Dettenhausen geht zurück auf die Sippe der Detto.

Im 11. Jahrhundert herrschte das bedeutende Adelsgeschlecht der Eglinger, das eng mit der Geschichte des Klosters Tegernsee verbunden war, das damals die Grundherrschaft im Gebiet von Egling ausübte. Diese enge Verbindung mit Kloster Tegernsee spiegelt sich auch im Wappen von Egling wieder, das im oberen Teil eine goldene Krone auf grünem Grund zeigt. Die blauen Wellen auf silbernem Grund im unteren Wappenteil stehen für das Adelsgeschlecht der Eglinger. Eine heraldische, über zwei Meter hohe Grabplatte erinnert im Eingangsbereich der Martinskirche an den 1472 verstorbenen Vertreter des Adelsgeschlechtes Sebald Eglinger. Endgültig letzter Spross war Leonhard Eglinger, mit dessen Tod 1511 das Geschlecht der Eglinger ausstarb.

Aus dieser Zeit stammt auch das Wahrzeichen Eglings, die Sebalduskapelle, die als Wallfahrtskapelle 1461 erstmals erwähnt, seine heutige breit gelagerte Gestalt wohl in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erhalten hat. Heute zählt sie mit Platz für über 400 Personen zu einer der größten Kapellen im Oberland. Votivtafeln und Hufeisen sind Zeugen der vielen Pilger, die hier Hilfe durch St. Sebald, den Schutzheiligen für Rinder und Pferde, suchten.

In der Folgezeit war die Ortsgeschichte eng verbunden mit Landwirtschaft und Handwerk. Beleg dafür ist auch die alte Dorfschmiede, die heute nur noch als Lager dient. Noch voll in Takt ist dagegen die Angermühle, die aus der zweiten Hälfte des 18. Jhd. stammt und heute eine der wenigen noch im historischen Zustand betrieben Mühlen des Landkreises ist.

In der jüngeren Geschichte Eglings sind vor allem zwei Daten interessant. 1973 schlossen sich fünf die Altgemeinden Egling, Ergertshausen, Moosham, Neufahrn und Thanning mit dem Ziel zusammen eine gemeinsame Schule zu bauen. Im Zuge der Gebietsreform kamen noch Deining und Endlhausen dazu und bilden seit dieser Zeit die Großgemeinde Egling, mit heute über 5000 Einwohnern. Als zentraler Ort erhielt Egling den Sitz der Gemeindeverwaltung.

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50 Jahre Großgemeinde Egling
© 50 Jahre Großgemeinde Egling
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1250 Jahre Deining
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1200 Jahre Egling
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1000 Jahre Endlhausen
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Heimatbuch Thanning
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